Grabeskirche St. Josef - Aachen

Nachlese zur

Nacht der Offenen Kirchen 2018:

Totentanz.

Selfies mit dem Knochenmann -

eine Kooperationsveranstaltung

mit dem Suermondt-Ludwig

Museum

In der Grabeskirche St. Josef Aachen sind die großen Themen Endlichkeit, Sterben und Tod, Trauer und Hoffnung zu Hause. So liegt es nahe, eines davon auch immer für die Nacht der offenen Kirchen auszuwählen, die jährlich in Aachen stattfindet. In diesem Jahr bot sich eine Kooperation mit dem Suermondt-Ludwig-Museums an. Dort kann man in der Bürgerlichen Kunstkammer in einem Vitrinenschrank 42 kleine Tonplastiken bestaunen. Ein Skelett tanzt jeweils mit einem Vertreter der mittelalterlichen weltlichen und geistlichen Stände. Diese Leihgabe der "Peter und Irene Ludwig Stiftung" veranschaulicht, wie der Tod kein Alter und keinen Stand verschont, nicht den Papst, Kaiser, Koch und Bettler, wie er mitten in den Beruf und die Lust am Leben tritt. Am Sockel jeder Figurengruppe ist ein Zettel angebracht, mit einem kurzen, meist vierzeiligen Zwiegespräch zwischen dem Tod und dem Menschen, den er abholt. Stündlich führte der stellvertretender Direktor Michael Rief mit Hilfe von Fotos in die Besonderheiten des „Zizenhausener Totentanzes“ ein, der die einzige freiplastische Umsetzung eines des Themas ist. Das Museum ist stolz darauf, einen seltenen vollständigen Satz der 42 Plastiken zeigen zu können. Anschließend waren die Besucher und Besucherinnen eingeladen, sich mit der Endlichkeit des eigenen Lebens zu beschäftigen. Sie konnten sich mit einem Skelett fotografieren lassen, ihr Foto direkt ausdrucken und dafür einen Rahmen gestalten. Sie sollten sich durch die Figuren anregen lassen und sich einen eigenen Dialog mit dem Tod vorstellen. Davon haben etliche Besucher und Besucherinnen Gebrauch gemacht. Einige haben uns auch ihr Foto überlassen.